Kirchengemeinderatswahl am 22. März 2020

Wieder geht eine Amtsperiode des Kirchengemeinderates zu Ende. Am 22. März 2020 finden in unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart die Wahlen der Kirchengemeinderäte statt.

KGR Wahl 2020

Dieser Wahltermin (21./22. März) ist auch für die Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit verbindlich. Für die amtierenden Kirchengemeinderäte heißt es, neben Rückblick und Auswertung der Arbeit in der zu Ende gehenden Amtsperiode, vor allem, mit den, der Wahlordnung entsprechend, bereits einberufenen Wahlausschüssen zusammen, für die Organisation und Durchführung der bevorstehenden Wahl zu sorgen. Ich danke Frauen und Männern, die in einzelnen Wahlausschüssen mitarbeiten.

Die (noch) amtierenden Kirchengemeinderäte wurden im März 2015 gewählt. Die Arbeit in dieser Amtsperiode war durch das Bemühen um das Zusammenwachsen der Seelsorgeeinheit gekennzeichnet. In denselben Zeitraum fällt der diözesane Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ in dem es darum ging (und weiterhin geht) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation und der antizipierten Entwicklung (pastorale) Prioritäten zu setzen, um das aktive Leben und Glauben in der Seelsorgeeinheit auch in der kommenden Zeit möglich zu machen. Die neue Gottesdienstordnung für die gesamte Seelsorgeeinheit mag dafür ein Beispiel sein. Der erwähnte Prozess „Kirche am Ort…“ fand in der Pastoralvisitation Ende 2018 seinen (vorläufigen) Abschluss. In derselben Zeit erfolgten Veränderungen im Kreis der Mitarbeiter. Das gilt sowohl für die Zusammensetzung des pastoralen Teams der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Pfarrämter. In allen Pfarrbüros der Seelsorgeeinheit wurden neue Pfarramtssekretärinnen eingestellt, die Kirchenpflegen in den einzelnen Gemeinden neu besetzt, dazu personelle Veränderungen und Neubesetzungen in einzelnen Kindertagesstätten. Renovierungen und Restaurierungen in einigen Gemeinden dauern noch an, alles Bereiche die mit viel Arbeit verbunden sind. Dazu die viele tagtägliche, laufende Arbeit, die in der Regel unerwähnt bleibt. Herzlich danke ich den Mitgliedern unserer Kirchengemeinderäte für die engagierte Mitarbeit und für die gute Zusammenarbeit.

Nun aber gilt es, die laufende Amtsperiode zu einem guten Abschluss zu bringen und neue Kirchengemeinderäte zu wählen. Das setzt allerdings voraus, dass genügend Kandidatinnen und Kandidaten sich zur Wahl aufstellen lassen. Diözesanweit wird befürchtet, dass es nicht einfach sein wird, genügend Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Verständlich, denn für die sinkende Bereitschaft zur Mitarbeit in den Gemeinden gibt es nachvollziehbare allgemeingesellschaftliche und kircheneigene Gründe. Auch die neue, den Verhältnissen angepasste Wahlordnung wird daran kaum etwas ändern.

Was wäre aber die Alternative? Als Leitungsgremium der jeweiligen Gemeinde ist der Kirchengemeinderat aus unseren Gemeinden nicht mehr wegzudenken. So gilt es auch hier, dem gleichlautenden Sprichwort entsprechend: Es ist besser ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen. Ich meine allerdings, dass Beides sinnvoll und notwendig ist, nämlich, die Dunkelheit beim Namen zu nennen und sie zu überwinden versuchen indem man das Licht anzündet. Gerade als Mitglied im Kirchengemeinderat haben Sie die Möglichkeit das Leben Ihrer Gemeinde unmittelbar mitzubestimmen und mitzugestalten. Wir jedenfalls zählen auf Sie als Kandidatin und Kandidat bei der bevorstehenden Wahl und als Wählerin und Wähler am Wahltag selbst. 

(Blaubeuren, 25. September 2019)