die Geschichte der Kirchengemeinde

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des Ortes Klingenstein datiert auf das Jahr 1215. Wie die Nachbarorte verdankt auch Klingenstein seine Entstehung dem Bau der Burg, welche den Engpass im Blautal absichern sollte.

1349 wird erstmals die Burgkapelle (Schlosskaplanei) zur Heiligen Dreifaltig­keit erwähnt. Wolf von Stein, Berchtold und Ludwig von Stein, vergeben "den Altar der Kapelle zu Klingenstein".

Kirchlich ist Klingenstein zunächst eine Filiale von Ulm. 1575 wird die Kaplanei Klingenstein zusammen mit der Kaplanei zum Heiligen Sebastian beim Schloss Oberherrlingen (gestiftet 1349) vereinigt und Herrlingen zugeordnet.

Gegenüber der Hohlmühle, später Weberei Otto, stand laut einer Überlieferung eine Kapelle, die abgerissen wurde und später in Oberherrlingen wieder errichtet wurde.
1715 baute dann der damalige Wirt der Kalten Herberge Josef Schneider zu Ehren seines Namenspatrons unmittelbar ostwärts des Gatshauses an der Ulmerstraße eine neue Kapelle.

An Stelle der alten Burgkapelle wurde um 1769 im Stil des Rokokos die neue Schlosskapelle errichtet. Im Inneren zeugen heute noch Reste der Stuckverzierungen an der Decke der Schlosskapelle davon.

1932 bis 1933 wurde im expressionistischen Stil die Kirche St.Josef (im Tal) errichtet und ausgestattet.

Klingenstein wurde, ebenso wie Ehrenstein, 1958 zur eigenständigen Pfarrei erhoben.

1964 wurde ein neuer Kindergarten gebaut. Er wurde vom Tal auf den Berg verlegt.

1973 bis 1975 wurde die neue Pfarrkirche Sankt Josef "am Berg" gebaut. Ursprünglich sollte anschließend die alte Kirche im Tal verkauft werden. Doch dazu kam es nie, da sich einige Gemeindemitglieder für den Erhalt einsetzten.

1978 wurde die Kapelle St. Josef renoviert.

1987/88 wurde eine Innenrenovierung der Schloßkapelle durchgeführt.

Seit 1995 hat Klingenstein keinen eigenen Pfarrer mehr. Klingenstein und Ehrenstein wurde ein gemeinsamer Pfarrer zugewiesen.

2000 entschied sich die Kirchengemeinde in Abstimmung mit dem Denkmalamt und der bürgerlichen Gemeinde für eine Versetzung der Josefskapelle innerhalb des Bereiches der Kalten Herberge weg von der B28 hin zum alten Schulhaus.

Seit dem Jahr 2000 bilden die zwei Zentren, Blaustein und Blaubeuren, die Seelsorgeeinheit Blautal, zu der auch Klingenstein gehört.